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Zimmerpflanzen

René Wadas ist Gärtnermeister und in Deutschland als DER Pflanzenarzt bekannt und beliebt. In seinem neuen Buch "Der Pflanzenarzt - Glückliche und gesunde Zimmerpflanzen" (Rowohlt Verlag) widmet er sich den Zimmerpflanzen.

78% der Deutschen haben mindestens eine von ihnen in ihren vier Wänden stehen. Bei "zibb" erklärt Wadas, wie jeder von uns zum "Pflanzenversteher" wird und die perfekte Pflanze für sein Zuhause findet. Und er gibt praktische Tipps zu den beliebtesten Exemplaren, was Düngen, Umtopfen, Gießen und Schädlingsbekämpfung angeht.

Mehr auf: https://der-pflanzenarzt.de

Warum tun uns Zimmerpflanzen gut?

Pflanzen lassen das Zuhause schöner, wohnlicher, interessanter aussehen. Und sie können dabei beruhigend wirken. René Wadas' Tipp bei Stress: eine Jasminpflanze ins Schlafzimmer stellen. Der Duft kann Ängste abbauen, beruhigen und den Schlaf fördern.

Darüber hinaus sind Pflanzen sehr gute Luftreiniger, sie filtern auch Schadstoffe wie Nikotin oder Formaldehyd. Zu den Hochleistungsluftfiltern zählen z.B. das Einblatt, der Efeu, die Grünlilie. Außerdem wandeln die Pflanzen 80% des Gießwassers in Luftfeuchtigkeit um, das ist auch gut fürs Raumklima.

Sprache der Pflanzen: Was sind häufige Merkmale, an denen man erkennt, dass es der Pflanze nicht gut geht? (1)

Braune Flecken, weißliche Belege oder schwarze Verfärbungen auf Blättern können z.B. auf Pilzerkrankungen hindeuten.

Gelbe Blätter, abgeworfene Blätter: Da kann die Ursache eine Standortveränderung sein. Pflanzen mögen es nicht, wenn man sie von einen Raum in den nächsten trägt oder wenn man sie plötzlich nach einem Winter nach draußen in die Sonne stellt. Blätter können auch abfallen, wenn die Pflanze zu viel oder zu wenig gegossen wird.

Sprache der Pflanzen: Was sind häufige Merkmale, an denen man erkennt, dass es der Pflanze nicht gut geht? (2)

Die Pflanze wächst bzw. blüht nicht: Das kann auf Nährstoffmangel hindeuten. Pflanzen müssen regelmäßig gedüngt werden. Und zwar die meisten Zimmerpflanzen nur den Sommer über, bis zur Uhrumstellung.

Also: Genau hinschauen. Pflanzen zeigen sehr deutlich, wenn es ihnen nicht gut geht. Und: Machen Sie sich schlau, was die Pflanze braucht.

Richtig gießen (1)

Die größte Unsicherheit beim Umgang mit Pflanzen gibt es wohl beim Gießen, wie geht's richtig?

Faustregel: Besser zu wenig, als zu viel. Denn wenn man länger zu viel gegossen hat, wird die Pflanze krank und ist nicht mehr zu retten. Am besten ist immer noch die Fingerprobe: Einmal den Finger beherzt in den Topf stecken und fühlen, ob die Erde noch feucht. Bei den meisten Pflanzen sollte zumindest die Oberfläche abgetrocknet sein. Tägliches Gießen ist oft zu viel, im Winter reicht oft einmal wöchentlich. Dabei unbedingt Staunässe verhindern.

Richtig gießen (2)

Das Wasser sollte nicht direkt aus der Leitung kommen und zimmerwarm sein. Hartes, also stark kalkhaltiges Wasser ist meist schlecht, besser ist Regenwasser.

Falls das nicht möglich ist: Einen Eimer mit Wasser mit zwei Handvoll Moos mischen, das macht weiches Wasser. Auch mit kaltem Kaffee kann man Pflanzen schon mal gießen, empfiehlt René Wadas. Kaffeesatz gehört hingegen nicht auf Zimmerpflanzen, hier besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

Weitere Pflegemaßnahmen

Viele tropische Pflanzen mögen es feucht und freuen sich, wenn sie besprüht werden.

Große Blätter sollten ab und zu mit einem feuchten Tuch von Staub befreit werden. Einige Pflanzen mögen es auch, wenn man sie hin und wieder im Bad komplett abduscht, die Erde sollte dann mit einer Plastiktüte abgedeckt sein.

Trockene Blätter abschneiden und dabei die Pflanze auch mal nach möglichen Schädlingen absuchen.

Pflanzenschädlinge (1)

René Wadas verzichtet auf chemische Pflanzenschutzmittel, stattdessen setzt er auf natürliche Mittel, hier einige Beispiele:

Trauermücken: Das sind kleine Fliegen, ähnlich wie Fruchtfliegen, die Larven leben in der Erde und können Wurzeln und Pflanze schädigen. Sie lieben es feucht. Da hilft es also, die Erde auszutrocknen. Ein Hausmittel sind Streichhölzer (Schwefel), einfach in die Erde stecken. Auch eine Behandlung mit Neem kann helfen, außerdem: Klebe-Gelbtafeln nicht aus Plastik, sondern aus Papier aufstellen.

Pflanzenschädlinge (2)

Blattläuse: Einzelne Blattläuse absammeln, sind es zu viele kann man sie mit Wasser und Schmierseife vertreiben.

Schildlaus: Gegen die Schildlaus, die gern an der Blattunterseite haftet, kann im frühen Stadium ein Abwischen der Blätter mit einem Lappen, der in Efeutee getränkt wurde, helfen.

Wolllaus: Gut zu erkennen an ihrem watteartigen Gespinst. Mit Wolllaus befallene Pflanzen behandelt der Pflanzenarzt mit Orangenöl.

Die richtige Erde, das richtige Gefäß

Gute Erde sollte torffrei, nicht klumpig sein, sonst bekommt man schnell Trauermücken, Wurzelfäule und Staunässe, meint der Pflanzenarzt. Möglichst lockere Erde sollte es sein: Eine Hand voll Erde nehmen und fest pressen, sie darf dann nicht klumpen. In guten Gartencentern ist immer ein Sack Erde offen, sagt René Wadas. Ein Tontopf ist besser als ein Plastiktopf.

Trend-Zimmerpflanzen

* Bogenhanf

* Ufopflanze oder Pilea

* Leuchterblume

* Monstera

Pflegeleichte Anfänger-Pflanzen

* Grünlilie (heller Standort, keine
direkte Sonne)

* Glücksfeder

* Efeu

* Einblatt

* Ficus Elastica, der großblättriger
Gummibaum (heller und warmer
Standort, keine direkte Sonne)

Pflanzen fürs Schlafzimmer

* Kakteen

* sukkulente Dickblattgewächse

* Geldbaum

* Aloe Vera

* Elefantenohr