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Sport

Fußball

Stimmen nach dem Lehmann-Eklat

* Hertha-Präsident Werner Gegenbauer: "Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt. Hertha BSC distanziert sich von jeglicher Form von Rassismus."

* Tennor-Sprecher Andreas Fritzenkötter: "Der Vertrag von Jens Lehmann wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Damit entfällt auch das Mandat im Aufsichtsrat. Wir finden das persönlich sehr schade. Aber das ist mit den Grundsätzen von Tennor und Lars Windhorst nicht vereinbar - erst recht vor dem Hintergrund, dass wir viele Colour-People als Mitarbeiter haben."

* Jens Lehmann: "Ich habe bereits mit Dennis telefoniert und ihn um Verzeihung gebeten, wenn meine Äußerung despektierlich rübergekommen ist. Sie war überhaupt nicht so gemeint, sondern positiv. Da er als Sky-Experte fachkundig ist und in seinem Auftreten sehr stark. Und deshalb auch die Quote erhöht."

* Sky-Sportchef Charly Classen zeigte sich "sehr enttäuscht" über Lehmanns Verhalten. Der Sender plane, ihn nicht mehr als Gast einzuladen. "Wir bei Sky verurteilen jegliche Form von Rassismus und geben Rassismus keinen Raum und keine Plattform."

* Hertha-Trainer Pal Dardai: "Ich will da gar nicht viel drüber reden. Wir müssen uns konzentrieren aufs Fußballspielen." Er habe nicht gespürt, "dass Jens Lehmann nah an der Mannschaft war." Die Vereinsführung habe schnell reagiert. "Das ist gut."

* Hertha-Torhüter Alexander Schwolow:

"Wir von Hertha vertreten bestimmte Werte, die haben sich in dieser Nachricht nicht wiedergefunden. Deshalb musste es zu diesem Schritt kommen."

* DFB-Botschafter Jimmy Hartwig: "Mir ist es unverständlich, dass ein überragender Torwart wie Jens Lehmann von 'Quotenschwarzen' spricht. Nicht nur die Sprache ist das Erschreckende, sondern auch das Denken, das dahinter steckt. Der DFB und die Vereine leisten viel gegen Rassismus. Aber es ist leider immer noch ein weiter Weg in die Köpfe einiger Menschen."