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Kultur

Juristisch gegen Konzertverbot

Nach dem kurzfristigen Verbot eines "Autobahn-Konzerts" in Friedenau haben die Veranstalter rechtliche Schritte angekündigt.

Das hat die Initiative "Lebenslaute" am Freitag angekündigt. Die Polizei hatte am Donnerstag die Vollsperrung der Autobahn 115 wegen des Waldbrands im Grunewald als Grund für das Verbot genannt. Die Autobahn 103, auf der die Aktion an der Anschlussstelle Saarstraße geplant war, müsse als wichtige Route in die Innenstadt frei bleiben.

Die Initiative wies das zurück. Das Argument einer Überlastung der A103 könne sie mit Daten aus einer halbstündigen Verkehrszählung widerlegen. Das Vorgehen der Polizei habe nichts mit dem Brand im Grunewald zu tun. Es handelt sich nach Ansicht der Initiative um einen Grundrechtsbruch.

Das Konzert unter dem Motto "Musizieren statt betonieren" fand schließlich auf der Saarstraße statt - einem von zwei anderen Standorten, die die Polizei als Ersatz vorgeschlagen hatte. Die Aktion war als Signal gegen den Ausbau der Stadtautobahn und für eine ökologische Verkehrswende gedacht.