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Kultur

Kritische Kunst aus der NS-Zeit

Die Stiftung Schloss Hardenberg zeigt seit Freitag in einer Ausstellung Kunstwerke, die während der NS-Zeit im Verborgenen gemalt worden sind. Zu sehen sind Zeichnungen, Bilder und Druckgrafiken aus den Jahren 1933 bis 1945, die der Sammler Gerhard Schneider zusammengetragen hat.

Besonders eindrucksvoll ist nach Angaben der Ausstellungsmacher eine bisher nicht veröffentlichte Sammlung von Zeichnungen des Künstlers Ernst Kaufmann aus dem Konzentrationslager Theresienstadt.

Die Stiftung wies anlässlich der Ausstellung darauf hin, dass die Nationalsozialisten auch solche Werke verfolgt haben, die sich ablehnend gegenüber dem System positionierten oder die das Unheil und die Zerstörung dieser Jahre einfach nur dokumentierten. Kritische Bilder zu malen, habe ein Todesurteil für ihre Urheber bedeuten können.

Anlass für die Ausstellung, die bis zum 11. August geht, ist der 80. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944.