rbbtext Logo
  • Seite
  • 129

rbb24

Wirtschaft

Doch keine Rosneft-Enteignung?

Die Bundesregierung prüft, ob es Alternativen zur Enteignung des russischen Mehrheitseigners der Ölraffinerie in Schwedt (Uckermark), Rosneft, gibt.

Laut einem Bericht des "Handelsblatts" hat die Bundesregierung Bedenken, dass solch ein Schritt zu russischen Vergeltungsmaßnahmen und hohen Entschädigungsansprüchen führen könnte.

In Gesprächen mit Rosneft-Chef Igor Setschin sei es nun darum gegangen, dass die russische Seite darauf verzichtet, gegen die Treuhandverwaltung seiner Deutschland-Töchter zu klagen. Im Gegenzug würde die Bundesregierung ihre Enteignungspläne aufgeben.

Die Russen würden somit Zeit gewinnen, einen Käufer für Rosneft Deutschland zu finden, so die Zeitung. Der Bund hatte die Rosneft-Töchter im September 2022 unter

Treuhandverwaltung gestellt.

Ziel war es, trotz des Verzichts auf russisches Öl wegen des Ukraine-Kriegs die Versorgung mit Treibstoffen zu sichern. Nach mehrmaliger Verlängerung läuft die Treuhandlösung am 10. März aus.