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Wirtschaft

Post-Streiks auch in der Region

Wegen eines Warnstreiks bei der Post sind am Montag wieder viele Briefe und Pakete liegen geblieben.

Nach Angaben des Unternehmens haben sich 5.300 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligt. Die Gewerkschaft Verdi sprach von 8.000 Streikenden. Etwa 2.000 davon hätten sich in der Region Berlin-Brandenburg daran beteiligt, sagte eine Gewerkschaftssprecherin dem rbb.

Zu einer Kundgebung am Vormittag vor der Verdi-Bundeszentrale in Berlin kamen gut 1.500 Brief- und Paketzusteller aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg zusammen.

Gewerkschaftschef Frank Werneke verteidigte dabei die Forderung nach 15 Prozent mehr Lohn. Angesichts der hohen Inflation müssten die Reallöhne gesichert werden.

Insgesamt hielten sich die Auswirkungen des neuerlichen Warnstreiks nach Angaben der Post zunächst in Grenzen.

Aufgrund der am Wochenanfang typischerweise eher niedrigen Sendungsmengen seien am Montag bundesweit "lediglich rund sechs Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge bei Paketsendungen und nur rund zwei Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge bei den Briefsendungen betroffen", berichtete ein Sprecher.

Der Warnstreik soll bis Dienstag andauern. Der Post-Sprecher bezeichnete das Vorgehen der Gewerkschaft als überzogen. Man werde bei der nächsten Verhandlungsrunde am Mittwoch ein neues Angebot vorlegen.

Für die insgesamt rund 160.000 Tarifbeschäftigten fordert Verdi eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem will man erreichen, dass Auszubildende und Dual-Studierende monatlich 200 Euro mehr bekommen. Die Post lehnt das als realitätsfern ab.