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Politik/Gesellschaft

AfD und SPD gleichauf: Reaktionen auf BrandenburgTrend

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl in Brandenburg wäre, lägen SPD und AfD gleichauf bei 24 Prozent. Das geht aus dem BrandenburgTrend von infratest dimap im Auftrag von rbb24 Brandenburg aktuell und Antenne Brandenburg hervor.

Die CDU bekäme wie vor einem halben Jahr 18 Prozent, Grüne und Linke könnten sich leicht verbessern und kämen auf elf beziehungsweise neun Prozent.

Brandenburgs AfD-Vorsitzende Birgit Bessin sprach am Donnerstag von einer sehr erfreulichen Entwicklung. Die Menschen wollten Veränderung, Ministerpräsident Woidke könne sich beim Bund nicht durchsetzen, erklärte sie.

Brandenburgs SPD-Generalsekretär David Kolesnyk sagte dem rbb, die Ergebnisse machten deutlich, dass die SPD die Partei sei, die der AfD die Stirn biete. Er befürwortete einen Energiepreisdeckel und die Erklärung einer Notlage, um weitere Staatshilfen zu ermöglich.

Benjamin Raschke, Fraktionschef der Grünen im Landtag, sprach angesichts des AfD-Ergebnisses von einem lediglich kurzfristigen Trend.

Peter Vida, Chef der Freien Wähler, die im BrandenburgTrend vier Prozent erhalten hatten, zeigte sich zuversichtlich, dass das nächste Wahlergebnis besser ausfallen werde.

Der Chef der oppositionellen Linken in Brandenburg, Sebastian Walter, äußerte sich zufrieden mit dem Zuwachs für seine Partei. Er erneuerte seine Forderungen nach weiteren Hilfsprogrammen für Haushalte und kleine bis mittelständische Firmen.

In der Erhebung von InfratestDimap zeigten sich 88 Prozent der befragten Brandenburger überzeugt, dass wegen der Energiekrise Arbeitsplätze verloren gehen. Knapp die Hälfte fürchtet, Strom- oder Heizkostenrechnungen nicht mehr bezahlen zu können. Mehr als 40 Prozent rechnen mit Strom- oder Gasausfällen im Winter.

Nur noch 39 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Das ist der geringste Wert seit der letzten Landtagswahl.