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Politik/Gesellschaft

Brandenburg: 40 Regionen sollen geförderte Funkmasten bekommen

Brandenburg könnte mehr geförderte Funkmasten bekommen.

Derzeit werden 40 Regionen in Brandenburg ohne ausreichende Mobilfunkversorgung für eine mögliche Förderung untersucht. 27 von ihnen wurden bereits als vom Bund förderwürdig eingestuft, bisher wurde aber noch in keiner ein Funkmast aufgestellt.

Dafür plant die Mobilinfrastrukturgesellschaft mbH (Mig) etwa zwei bis drei Jahre ein. In ganz Deutschland werden derzeit von der Initiative des Bundes 666 solcher sogenannter weißen Flecken untersucht.

In Brandenburg gibt es noch immer zahlreiche Gegenden ohne Mobilfunk-Empfang. Die Mobilfunkbetreiber erklären zwar, dass die Netzversorgung in Brandenburg gewährleistet sei. Doch diese Versorgung erstreckt sich überwiegend auf Siedlungen.

Laut Auflagen müssen die Mobilfunkbetreiber 98 Prozent der Haushalte mit Netz versorgen. Ohne Netz sind weiterhin beispielweise viele Natur- oder Landwirtschaftsflächen, Verkehrswege, aber auch Wohnorte.

Die Mobilinfrastrukturgesellschaft (Mig) hat vom Bund den Auftrag, nicht abgedeckte Flächen aufzuspüren und zu prüfen, ob es sich lohnt, dort Funkmasten aufzustellen.

"Natürlich ist es unser Ziel, so viele Haushalte wie möglich mit Mobilfunk zu versorgen, oftmals liegen die Funklöcher jedoch in dünn besiedelten Regionen und Waldgebieten?, so Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der Mobilinfrastrukturgesellschaft mbH (Mig) gegenüber rbb24.

Deshalb sei es umso wichtiger, zu analysieren, was es dort genau gibt, dazu zählten zum Beispiel Verkehrswege wie Kreisstraßen, Gemeindestraßen oder ähnliches.

?Aber auch touristische Hotspots wie Wander- und Radwege sind interessant, denn wo sich Menschen bewegen, kann es auch zur Mobilfunknutzung kommen", so Wilmsmann.

Laut Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur müssen die Netzbetreiber bis 2024 aber auch weiter nachrüsten: So sollen dann alle Bundesstraßen, alle Landes- und Staatsstraßen, die Seehäfen und wichtigsten Wasserstraßen sowie alle Schienenwege mit Mobilfunk versorgt sein.

Netzexperten empfehlen Maßnahmen wie unter den Anbietern geteilte Infrastruktur (Funkmasten und Stromnetz) oder lokales Roaming. Konkret geplant ist dies für Brandenburg allerdings nicht.