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Grüne Woche 2019

1700 Aussteller aus über 60 Ländern

Die Internationale Grüne Woche lädt vom 18. bis 27. Januar nach Berlin ein. Die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau erwartet zu ihrer 84. Auflage die Fachwelt und private Besucher.

Mit Finnland steht erstmals ein nordeuropäisches Partnerland im Fokus. Insgesamt kommen etwa 1700 Aussteller aus über 60 Ländern.

Die Blumenhalle präsentiert sich wieder in der 7.500 Quadratmeter großen Halle 9, wo sie bis 2015 viele Jahrzehnte angesiedelt war.

Ackern von Morgen im Fokus

Während die privaten Messegäste eine kulinarische Weltreise unternehmen,

bedeutet die Grüne Woche für die meisten Fachbesucher vor allem Arbeit.

Das Rahmenprogramm bietet über 300 Foren, Seminare und Kongresse. Dazu gehören das 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung und der Biokraftstoffkongress.

Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms steht das Global Forum for Food and Agriculture 2019 zum Leitthema "Landwirtschaft digital - Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft".

Weltweit wichtigste Agrarkonferenz

Höhepunkte der dreitägigen Konferenz sind die Internationale Agrarminister-Konferenz, der Berliner Agrarministergipfel sowie das Internationale Forum Agrar- und Ernährungswirtschaft.

70 Minister sowie die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft werden zu der weltweit wichtigsten agrarpolitischen Konferenz erwartet.

Aber auch die privaten Messegäste können sich hinter die schöne bunte Warenwelt begeben und erfahren, woher ihre Alltagsprodukte kommen und wie sie hergestellt werden.

"EINEWELT ohne Hunger ist möglich"

Auf diese Fragen antwortet z.B. das Entwicklungsministerium und seine Partner in Halle 5.2a unter dem Motto "EINEWELT ohne Hunger und ohne Kinderarbeit ist möglich"

"Bio - mehr Platz für Leben" lautet das Motto der Biohalle 1.2b, wo sich der boomende Ökolandbau präsentiert.

"Schwärmen für die Vielfalt" heißt es am Stand des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft, ebenfalls in Halle 1.2b. Die Lebensmittelwirtschaft geht in Halle 22a auf Trendsuche und fragt, "Wie schmeckt die Zukunft?".

Kulinarische Welt- und Entdeckungsreise

Das Bundeslandwirtschaftsministerium gibt in Halle 23a einen Ausblick auf die Agrarwirtschaft von morgen "Ernährung und Landwirtschaft 4.0".

Mitarbeiter erklären, wie Digitalisierung auf dem Acker aussieht, wie Roboter Landwirten oder Winzern die Arbeit erleichtern und wie Digitalisierung dem Tierwohl nützt.

Dass beim Tierwohl nicht alles im Reinen ist, zeigt auch die angekündigte Normenkontrollklage des Landes Berlin. Die Schweinemast in Deutschland verstoße gegen den Tierschutz und verletze die Verfassung, so Senator Behrendt.

Klage gegen Schweinehaltung

Ziel sei es, neue Mindeststandards in der Schweinehaltung durchzusetzen, die bisherigen Regelungen müssten in Karlsruhe gekippt werden, so der Grünen-Politiker wenige Tage vor Beginn der Grünen Woche.