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rbb24 Hintergrund

Coronavirus

Coronavirus: Maßnahmen im Überblick

* KONTAKTVERBOT

Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit werden verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind Familien sowie Personen, die zusammen in einem Haushalt leben.

Ausnahmeregelungen gelten auch bei zwingenden beruflichen Gründen, im öffentliche Nahverkehr sowie bei Beerdigungen. Eine strikte flächendeckende Ausgangssperre für ganz Deutschland ist damit vorerst vom Tisch.

* GESCHÄFTE

Ab sofort dürfen nur noch Geschäfte für Lebensnotwendiges öffnen. Dazu zählen u.a. Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Apotheken, Tankstellen, Drogerien, Banken und Sparkassen sowie Poststellen. Geöffnet sind zudem Imbisse, Spätverkaufsstellen, Backstuben, Optiker, Hörgeräteläden, Baumärkte, Tierbedarfsläden, Großhandel und Zeitungsläden.

Auch Abhol- und Lieferdienste, Sanitärhäuser, Werkstätten sowie Reinigungen arbeiten weiter. Alle anderen Geschäfte müssen schließen - auch Friseurläden, Kosmetikstudios und Massagesalons.

* SCHULEN & KITAS

In Berlin und Brandenburg sind alle Schulen und Kitas geschlossen - zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April. In Berlin werden zudem alle Prüfungen zum Abitur und für den Mittleren Schulabschluss verschoben.

* KINDER

Die Nutzung von Spielplätzen ist in Brandenburg verboten, in Berlin zumindest Verbot in neun von zwölf Bezirken.

* HOCHSCHULEN

Der Semesterstart an den staatlichen Hochschulen in Berlin und Brandenburg wird auf den 20. April verschoben.

* KULTUR UND NACHTLEBEN

Die Kultureinrichtungen in Berlin stellen ihren Betrieb bis zum 19. April ein. Betroffen sind Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und Kinos.

Auch Bars, Clubs, Spielhallen und Bordelle sind nun zu. Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen mit mehr als zehn Personen sind nicht mehr erlaubt.

In Brandenburg sind Theater, Museen, Kinos, Clubs, Kneipen sowie die Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten geschlossen.

* GASTRONOMIE

Restaurants und Gaststätten müssen unverzüglich schließen. Erlaubt sind nur noch Liefer- und Abholdienste für Speisen. In Berlin gilt diese strenge Regelung bereits seit Sonntag - nun wird sie bundesweit eingeführt.

* PFLEGE

In Berlin soll auf dem Messe-Gelände ein Behandlungszentrum für COVID-19-Patienten mit einer Kapazität von bis zu 1.000 Betten aufgebaut werden. In Pflegeheimen und Krankenhäusern gibt es in der Region Besuchsbeschränkungen.

* SPORT UND FREIZEIT

Die Sportligen haben ihren Betrieb ausgesetzt. Auch der Berliner Halbmarathon fällt aus. Sportstudios sind dicht, die Schwimmhallen und das Tropical Islands schließen bis zum 19. April. In Berlin bleiben Zoo, Tierpark und Aquarium zu.

* GRENZEN

Die Kontrollen an den Grenzen zu Polen wurden gelockert. An der A4 und der A15 dürfen sowohl Lkw als auch Pkw passieren. In Swiecko an der A12 sind nur Lkw erlaubt, Pkw werden nach Slubice umgeleitet. Der Grenzübertritt in Guben ist nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen möglich.

* HILFEN

An Liquiditätshilfen stellt Berlin insgesamt 300 Millionen Euro für Unternehmen, kleine Firmen und Selbständige zur Verfügung. Brandenburg will einen Rettungsschirm in Höhe von 1 Milliarde Euro auflegen.

* VERKEHR

In Berlin sind die S-Bahn-Linien S26, S45 und S85 eingestellt. Die U-Bahnen fahren seit dem 23. März nur noch im Zehn-Minuten-Takt. Cottbus schränkt sein Busangebot ein. Bei der Bahn entfallen zudem die Regionalbahn-Linien RB14, RB43, RB49, RB55 und RB66. Auch Flixbusse sind nicht mehr unterwegs.

* BEHÖRDEN

In Brandenburg schließen die Finanzämter bis zum 19. April. Die Ämter erfüllen aber weiter ihre Aufgaben und sind über Telefon und E-Mail erreichbar. Beim Berliner Mieterverein gibt es bis vorerst 4. April keine persönliche Beratung - nur noch telefonisch.

In den Arbeitsagenturen ist in Berlin und Brandenburg der direkte Kundenkontakt untersagt. Die Belegschaft arbeitet aber weiter. Ratsuchende sollen E-Mails schreiben oder anrufen. Dazu gibt es neue, zusätzliche Rufnummern, die auf den Internetseiten der Arbeitsagenturen zu finden sind.

* KIRCHEN

Gottesdienste finden nicht mehr statt. Die Berliner Kirchen richten ein ökumenisches Corona-Seelsorgetelefon ein. Ab sofort sind unter der Telefonnummer 030/403 665 885 in der Zeit zwischen 8.00 und 18.00 Uhr professionelle Seelsorger erreichbar.

* SOZIALES

Vom Besuch bei älteren Verwandten wird derzeit abgeraten. Dafür ist jetzt eine kostenfreie Hotline für einsame Senioren bundesweit unter der Telefonnummer 0800-4708090 zwischen 8.00 und 22.00 Uhr erreichbar.