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Politik/Gesellschaft

Mehr als 185.000 Impfdosen wurden in Berlin vernichtet

Weil sie das Verfallsdatum überschritten hatten, sind in Berlin bereits mehr als 185.000 Impfdosen gegen das Coronavirus vernichtet worden.

Nach einer Übersicht der Senatsverwaltung für Gesundheit wurden 110.500 Dosen des Moderna-Präparats sowie 55.000 Dosen des Kinder-Impfstoffs von Biontech/Pfizer und 21.000 Dosen des gleichen Impfstoffs für Erwachsene vernichtet. Das betrifft laut Senatsverwaltung zum allergrößten Teil das laufende Jahr.

Insgesamt kamen bisher in Berlin rund 8,1 Millionen Impfdosen zum Einsatz. Der Anteil der vernichteten Dosen lag damit bei etwas mehr als 2 Prozent.

Dass Impfdosen verfallen, lasse sich nicht völlig vermeiden, da man in den Impfzentren genügend Impfstoff für spontane Impfgäste parat haben müsse, hieß es von der Gesundheitsverwaltung. Allerdings sehe man, dass sich immer mehr Menschen bei niedergelassen Ärztinnen und Ärzten impfen ließen und nicht mehr in Impfzentren.

Der Anteil der Impfungen in Arztpraxen lag im April bereits bei 85 Prozent, die Tendenz sei steigend, hieß es. Die beiden großen Impfzentren in Tegel und im ehemaligen Kongresszentrum ICC in Charlottenburg würden deshalb Ende Juni geschlossen.