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Politik/Gesellschaft

Stübgen nennt Cannabis-Freigabe "absurd"

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat die vom Bundestag beschlossene Freigabe von Cannabis scharf kritisiert.

Stübgen sagte am Freitag rbb24 Brandenburg aktuell, zwar sei der Konsum von Marihuana ab 1. April legal, es gebe aber keinen deutschen Hersteller, der den Stoff legal auf den Markt bringen könne. Von daher müssten die Konsumenten bei der "Mafia" kaufen, das sei "absurd".

Dagegen verteidigte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) das neue Gesetz. Es sieht vor, dass Erwachsene begrenzte Mengen der Droge zum Eigenkonsum besitzen dürfen und auch eine begrenzte Anzahl von Cannabispflanzen für den Eigenanbau.

Nonnemacher sagte, mit einem Verbot sei man bislang nicht weit gekommen, von daher seien Legalisierung und Entkriminalisierung unter bestimmten Voraussetzungen der richtige Weg.

Die Innenminister der Länder hatten am Wochenende parteiübergreifend vor einer Legalisierung gewarnt und die Möglichkeiten der Kontrolle infrage gestellt. Es seien "gravierende negative Auswirkungen auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, den Kinder- und Jugendschutz sowie den Gesundheitsschutz" zu befürchten.