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Neu im Kino

Was sagen Filmkritiker

Ruf der Wildnis

USA 2020, Regie: Chris Sanders
Mit Harrison Ford, Omar Sy, Dan Stevens

Während des Goldrauschs der 1890er Jahre am Klondike sind Schlittenhunde sehr begehrt. Deshalb werden starke Tiere auch aus dem Süden entführt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. So ergeht es auch dem verwöhnten Buck, ein Mischling aus Bernhardiner und Schäferhund.

Buck lernt auf die harte Tour, was es heißt, ein Schlittenhund zu sein und geht durch die Hände vieler Besitzer. Nach und nach spürt Buck das Erbe seiner wilden Vorfahren in sich und lernt, auf seine Instinkte zu vertrauen. Dann lernt er den Einsiedler John kennen ...

Carsten Beyer (Kulturradio): "Nicht nur das Drehbuch ist enttäuschend, auch die Bilder lassen stark zu wünschen übrig. Statt echter Landschaftsaufnahmen aus den Weiten Alaskas gibt es vor allem Studioaufnahmen mit verschneiten Westernstadt-Kulissen sowie nachkolorierte Naturimpressionen.

Wer tatsächlich was von der Atmosphäre des Großen Goldrauschs mitbekommen will: Lieber nochmal das Buch von Jack London zur Hand nehmen - das macht deutlich mehr Spaß!" *

Alexander Soyez (Inforadio): "Aus der durchaus realistischen und erwachsenen Jack-London-Vorlage ist diesmal ein kitschiger und völlig missratender Kinderfilm entstanden - eine Geschichte, die den 'Ruf der Wildnis' nachempfinden lassen will, dies aber mit miserabelen Computertricks, animierten Kuschelhunden und Landschaftsbilder à la Malen nach Zahlen aus der Retorte tut.

Hier wirkt einfach nichts echt: Nicht die Schauspieler, nicht die tierischen Helden und schon gar nicht der 'Ruf der Wildnis'."

Legende

oscarreif: *****

unbedingt anschauen: ****

sehenswert: ***

ganz ok: **

na ja: *

geht gar nicht: -