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Laga: 18.04.-06.10.2019

Wittstock gestern & heute

946: Erste urkundliche Erwähnung; der Ort entstand aus einer slawischen Siedlung, der Name bezieht sich auf "die hoch gelegene" Wittstocker Burg, die den Bischöfen von Havelberg als Wohnsitz dient

1248: Verleihung des Stadtrechts

1410: ein Erdbeben erschüttert den Ort

1550: Die Reformation beendet die Herrschaft des Bistums Havelberg; zwei Jahre zuvor war der letzte Bischof von Havelberg auf der Wittstocker Burg gestorben

1636: Ein schwedischschottisches Heer besiegt im Dreißigjährigen Krieg in der Schlacht am Scharfenberg bei Wittstock das kaiserlichkursächsische Heer; geschätzte 8.000 Tote

1638: Ausbruch der Pest in der Stadt; die Hälfte der Bevölkerung stirbt

1716: Wittstock wird zu zwei Dritteln von einem Stadtbrand zerstört

1826: Die erste Wittstocker Zeitung - die älteste in der Prignitz - erscheint

1885: Anschluss ans Eisenbahnnetz

1933: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten errichtet die SA für einige Monate in Alt-Daber ein KZ; in der DDR existiert dazu ein Gedenkraum, nach der Wende wird dieser beseitigt

1934: Eröffnung des Flugplatzes Alt-Daber; er wird nach Kriegsende 1945 von der sowjetischen Armee besetzt, ausgebaut und bis in die 90er Jahre betrieben. Nach Abzug der russischen Streitkräfte ist er seit 1994 stillgelegt.

1968: Gründung des Obertrikotagenwerks; bis 1989 der größte Arbeitgeber der Stadt (4000 Beschäftigte), nach der Wende von der Treuhand abgewickelt

1998: Museum des Dreißigjährigen Krieges öffnet

2003: Die Gemeindereform macht Wittstock zur flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands - den Status verliert die Dosse-Stadt erst 2009

2007: In der Nähe des historischen Schlachtfelds von 1636 wird ein Massengrab aus der Zeit gefunden; die Überreste sind vor Ort zu besichtigen

2019: Wittstock richtet vom 18. April bis zum 6. Oktober die sechste Brandenburger Landesgartenschau unter dem Motto "Rundum schöne Aussichten" aus