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2020 - Was ist neu?

Änderungen für Verbraucher

Flugtickets: Die Luftverkehrssteuer steigt zum 1. April. Konkret soll sie für innereuropäische Ziele um 5,53 Euro auf 13,03 Euro steigen. Für mittlere Distanzen bis 6000 Kilometer ist eine Erhöhung um 9,58 Euro auf 33,01 Euro geplant. Für Fernflüge sollen 59,43 Euro fällig werden, 17,25 mehr als bisher. Noch unklar ist, wie viel davon die Fluggesellschaften an ihre Kunden weitergeben.

Bahntickets: Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets soll von 19 auf sieben Prozent sinken. Voraussetzung ist ein Kompromiss zwischen Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss.

Moped-Führerschein: Jugendliche können künftig grundsätzlich mit 15 Jahren den Moped-Führerschein machen. Allerdings darf jedes Bundesland selbst entscheiden, ob es die Neuregelung umsetzt.

Pendler: Die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer für 2021 bis 2023 steigt von 30 Cent auf 35 Cent pro Kilometer. Für die Jahre 2024 bis 2026 können 38 Cent steuerlich geltend gemacht werden. Arbeitnehmer, deren steuerpflichtiges Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages liegt, sollen eine Mobilitätsprämie erhalten.

Bonus für E-Fahrzeuge: Elektroauto-Käufer erhalten einen "Umweltbonus". Der Zuschuss steigt bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro von 4000 auf 6000 Euro. Bei Fahrzeugen bis zu 65.000 Euro wird der Zuschuss auf 5000 Euro erhöht. Bei Plugin-Hybriden soll der Zuschuss auf 4500 (Neupreis bis 40.000 Euro) bzw. 3750 Euro (Neupreis 40.000 bis 65.000 Euro) steigen. Ein genauer Zeitpunkt für das Inkrafttreten steht noch aus.

Bonus für Bundeswehr: Soldaten in Uniform dürfen alle Züge der Bahn kostenlos für Dienst- und Privatfahrten nutzen.

Abbiegeassistent für Lkw: Für neue Lang-Lkw (18,75 m bis 25,25 m) wird die Ausstattung mit einem Abbiegeassistenten und mitblinkenden Seitenmarkierungsleuchten auf deutschen Straßen ab Juli Pflicht. Für Bestandsfahrzeuge gilt eine Nachrüstpflicht ab 1. Juli 2022.

Bußgelder: Die Bußgelder für Verkehrsverstöße werden mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung künftig deutlich steigen: Wer z.B. unerlaubt auf dem Gehweg parkt, zahlt 55 statt 20 Euro. Für ADAC-Mitglieder erhöhen sich erstmals seit Langem die Beiträge.