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Was sich 2019 ändert

Einkommen und Abgaben

Versicherungen: Die alljährliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen steigt in der Kranken- und Pflegeversicherung von 4.425 Euro auf 4.537,50 Euro im Monat. D.h. Für diese 112,50 Euro Mehrverdienst werden auch Beiträge in Kranken- und Pflegekasse erhoben. Erst oberhalb von 54.450 Euro ist der Verdienst beitragsfrei.

Der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (nur Arbeitnehmeranteil - ohne Zusatzbeitrag) steigt auf 331,24 Euro im Monat an. Bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze im Ostdeutschland auf 6.150 Euro im Monat.

D.h. bis 73.800 Euro Jahreseinkommen müssen Arbeitnehmer 2019 Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen.

Beitragszahler: Der Arbeitslosenbeitrag sinkt von 3 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3 Prozent zahlen.

Krankenversicherung: Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet: Arbeitgeber müssen wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen.

Ab Januar finanzieren sie auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit.

Für Geringverdiener unter den Selbstständigen verringert sich der Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung auf rund 171 Euro im Monat. Grund: die so genannte Mindestbemessungsgrundlage sinkt auf 1.038,33 Euro.

Renten: Die Mütterrente wird ausgeweitet. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten erhöhen sich so pro Kind um 15,35 Euro brutto.

Bei im Januar beginnenden Renten sollte die erweiterte Mütterrente bereits zu Buche schlagen. Die Bestandsrenten werden im März erhöht, der Zuschlag soll dann nachgezahlt werden. Die sogenannten Zurechnungszeiten für die Erwerbsminderungsrente steigen. Ab Juli sollen die Renten im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent steigen.

Unterhalt für Trennungskinder: Getrennt lebende Väter und Mütter müssen ihren Kindern ab Januar mehr zahlen. Der Unterhalt ist bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gestaffelt. Der Mindestbedarf eines volljährigen Kindes bleibt unverändert bei 527 Euro.

Kindergeld: Ab Juli gibt es für jedes Kind 10 Euro mehr im Monat. Für das erste Kind sind das dann 204 statt 194 Euro.

Sozialhilfe und ALG II: Mehr Geld erhalten Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld II-Empfänger. Alleinstehende bekommen monatlich 8 Euro mehr: 424 Euro. Die Höhe der Grundsicherung ändert sich für die sechs Regelbedarfsstufen.