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Ratgeber

Soziales I

Grundrente kommt: Für Geringverdiener werden ab 2021 die Altersbezüge auf nahezu 80 Prozent der Rente eines Durchschnittsverdieners angehoben. Bedingung sind mindestens 33 Beitragsjahre in der Rentenversicherung. Der Zuschlag, den es zur Rente gibt, ist gestaffelt und erreicht nach 35 Beitragsjahren die volle Höhe.

Als Beitragszeiten gelten auch Zeiten der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen. Der Zuschlag liegt dem Bundesarbeitsministerium zufolge bei maximal 404,86 Euro brutto. Im Osten sind es rund 390 Euro.

Höherer Grundfreibetrag: Der Betrag, auf den keine Lohnsteuer gezahlt werden muss, steigt bis 2022 von 9.408 auf 9.984 Euro pro Jahr. Das sind 576 Euro mehr als noch im Veranlagungsjahr 2020.

Diese Änderung kommt Familien, aber auch kinderlosen Steuerzahlenden zugute. Die Grenze, von der an der 42-prozentige Spitzensteuersatz verlangt wird, steigt von 57.052 Euro auf ein Jahreseinkommen von 57.919 Euro.

Tschüß, Soli: Der Solidaritätszuschlag fällt für kleine und mittlere Einkommen weg. Das betrifft etwa neun von zehn Steuerzahlern. Sehr gut Verdienende zahlen die Abgabe noch teilweise, Spitzenverdiener zahlen sie weiter voll.

Höhere Zusatzbeiträge: Viele gesetzliche und private Krankenkassen erhöhen ihre Zusatzbeiträge. Experten gehen von einer durchschnittlichen Steigerung um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent aus.

Neue Rechengrößen: Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 58.050 Euro pro Jahr (monatlich 4.837,50 Euro). Bis zu dieser Grenze ist das Einkommen von Beschäftigten beitragspflichtig.

Die Versicherungspflichtgrenze liegt dann bei 64.350 Euro jährlich (monatlich 5.362,50 Euro). Wer mehr als das verdient, kann sich privat krankenversichern lassen.

(Quelle: ARD Text)