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Sport

Handball

Bundesliga-Start: Fragen und Antworten

* Was steht an? Die Handball Bundesliga (HBL) startet am Donnerstag in ihre 55. Spielzeit, doch das Ende ist kaum abzusehen. Die Corona-Pandemie sorgt für viele Ungewissheiten. Die Klubs sind finanziell bedroht, sie können die Hallenkapazität nicht voll ausschöpfen.

* Wie sieht die Zuschauer-Situation aus? Die HBL-Klubs dürfen die Kapazität ihrer Heimspielstätte zu 20 Prozent auslasten. Nur in Schleswig-Holstein, wo mit dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt die beiden deutschen Schwergewichte beheimatet sind, dürfen die Hallen bis zu 25 Prozent gefüllt werden.

* Reicht das zum Überleben? Nein. Bis Weihnachten, so prognostizierte es HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, könne man die derzeitige Situation durchhalten. Jedes Spiel sei für die Klubs ein Zuschussgeschäft. Die Handballvereine finanzieren sich bis zu 80 Prozent mit Eintrittskarten - ein deutlich höherer Wert als beispielsweise im Fußball.

* Wer ist der Favorit auf den Meistertitel? Natürlich der "Corona-Meister" THW Kiel - nicht nur wegen der Verpflichtung des Norwegers Sander Sagosen. Der Rückraumspieler gilt als einer der besten Handballer der Welt.

* Wer hat noch Chancen? Die SG Flensburg-Handewitt dürfte nach den Kielern die zweitbesten Chancen haben. Dahinter bringen sich die Rhein-Neckar Löwen, die Füchse Berlin, der SC Magdeburg und die MT Melsungen in Stellung.

* Was ist neu? Weil es in der abgebrochenen vergangenen Saison keine Absteiger, aber Aufsteiger gab, wurde die HBL auf 20 Teams aufgestockt. Dies bedeutet auch, dass es in dieser Saison vier Absteiger geben wird, um anschließend wieder die normale Ligagröße von 18 Teams zu erreichen.

* Was sind die größten Herausforderungen? Die Belastung der Spieler war im Handball schon vor der Pandemie ein Streitthema. Nun kommen noch einmal mehr Partien auf die Spieler zu, den Topspielern könnten beispielsweise bis Ende Januar knapp 40 Partien drohen. Grund dafür ist u.a. die Champions League, die ihre aktuelle Spielzeit und das Final Four der vergangenen Saison noch ausspielt.

Aber auch Länderspielphasen inklusive der anstehenden Mega-WM in Ägypten im Januar mit 32 Teams dürften die Spieler an ihre Grenzen bringen. (Quelle: SID)