rbbtext Logo
  • Seite
  • 187

Pflanzenschutz

Obstgarten

Obstbau 16.08.2019

Abgebrochene Himbeerruten

Herbsthimbeeren befinden sich jetzt in

der Vollerntephase. Gelegentlich sind

einzelne Ruten auf halber Höhe durch

Verdickungen gekennzeichnet, häufig

befindet sich dort auch eine Bruch-

stelle bzw. die Ruten welken. Dies ist

deutliches Schadbild von Prachtkäfern.

Die Larven fressen mit einem Spiral-

fraßgang in diesen Verdickungen und

unterbrechen damit die Leitbahnen. Wel-

kende Ruten ca. 10 cm unterhalb der

dieser Stelle herausschneiden und

zerhäckseln oder verjauchen und

kompostieren. Mit Glück treiben die

Ruten neue Blüten und sorgen noch für

eine späte, wenn auch kleinere Ernte.

(Pflanzenschutzdienst Brandenburg)

Gemüsegarten

Gemüsebau 16.08.19

Befall durch Echten Mehltau

An Kürbis und Zucchini treten Symptome

des Echten Mehltaus auf. Gurken werden

ebenfalls befallen, sofern keine

resistenten Sorten verwendet wurden.

Bei Befall bilden sich anfangs weiße,

mehlige Flecken auf den Blättern,

welche später zusammenfließen und

später das ganze Blatt überziehen.

Gegenmaßnahmen sind nur bei sehr

zeitigem Befall notwendig. Für Gurken

und Zucchini sind u. a. Fungizide auf

Basis von Azoxystrobin ausgewiesen. In

Gurken können auch Schwefel-Präparate

angewendet werden.

(Pflanzenschutzdienst Brandenburg)

Zierpflanzen/Gehölze

erschienen am 15.08.19

Spinnmilben

Die Witterung der letzten Wochen hat

den Befall mit Spinnmilben stark

begünstigt.

Befallen werden viele Pflanzen, wie

Oleander, Citrus, Impatiens, Fuchsien

oder Rosen. Die Spinnmilben besiedeln

die Blätter, saugen sie aus und die

Blätter verfärben sich bronzefarben.

Bei starkem Befall fallen sie vorzeitig

ab. Auch feinste Spinnennetze können

sich an den Triebenden bilden.

Je nach Pflanzenart, Standort und

Stärke des Befalls kann eine

Pflanzenschutzmaßnahme empfehlenswert

sein.

(Pflanzenschutzamt Berlin)

Stadtgrün

erschienen am 15.08.19

Eichenzwergläuse an Eichen

Häufig sind an jüngeren Eichen gelblich

bis bräunlich deformierte Blätter auf-

fällig. Dies ist auf die Saugtätigkeit

von Eichenzwergläusen zurückzuführen.

Durch das Besaugen der Blätter wird die

Verfärbung der Blätter hervorgerufen.

Anschließend kann es zum vorzeitigen

Blattfall kommen. Ältere Bäume können

einen Befall ohne größere Probleme

überstehen. Jüngere und neugepflanzte

Bäumen reagieren mit Zuwachsverlusten.

Bei starkem Befall kann eine Bekämpfung

im Spätwinter empfehlenswert sein.

(Pflanzenschutzamt Berlin)