rbbtext Logo
  • Seite
  • 187

Pflanzenschutz

Obstgarten

ausgegeben am 17.11.17

Pflanzung von Obstgehölzen

Für Obstgehölze ist der Herbst der

ideale Pflanzzeitpunkt. Der Boden ist

jetzt gut durchfeuchtet und noch recht

warm, sodass in den nächsten Wochen

ausreichend neue Wurzeln gebildet

werden können.

In der Baumschule sind unbeschädigte,

kräftig garnierte Gehölze mit einem gut

entwickelten Wurzelsystem auszuwählen.

Wurzeln leicht einkürzen, Bäume einige

Stunden vorab wässern, beim Pflanzen

einschlämmen und kräftig antreten.

Anschließend Pflanzschnitt vornehmen,

ggf. Stammstütze und Wildverbissschutz

anbringen.

(Pflanzenschutzdienst Brandenburg)

Gemüsegarten

ausgegeben am 09.10.17

Spargel

Die Spargeltriebe vergilben jetzt zu- nehmend. Nach Abfallen der Phyllokladi-

en sind die Stängel kurz unter der Erd- oberfläche abzuschneiden und aus dem

Bestand zu entfernen.

Gut zerkleinert und mit Erde bedeckt, ist auch eine Kompostierung möglich. Dies dient der Vorbeugung von Krankhei- ten wie Rost und Stemphylium, die an befallenen Spargelstoppeln überwintern. Gleichzeitig wird dadurch eine Redu- zierung der Spargelfliege erreicht, de- ren 6-8 mm langen, braunen Puppen im unteren Stängelteil überwintern.

(Pflanzenschutzdienst Brandenburg)

Zierpflanzen/Gehölze

erschienen am 15.11.2017

Rotpustelkrankheit an Gehölzen

Rote, stecknadelkopfgroße Pusteln an

der Rinde sind Pilzfruchtkörper der

Rotpustelkrankheit.

Der Pilz ist ein Schwächeparasit, der

häufig nach Schnittmaßnahmen oder

Verletzungen auftritt. Ein schlechter

Standort begünstigt das Auftregen. Auch

Aststümpfe können als Infektions-

stellen in Betracht kommen. Bei Auftre-

ten der Symptome die Pflanzenteile

sorgfältig abschneiden. Reguläre

Schnittmaßnahmen möglichst im Juli bis

September vornehmen, da durch die

feuchte Witterung um diese Jahreszeit

eine Infektion fördert.

(Pflanzenschutzamt Berlin)

Stadtgrün

erschienen am 15.11.2017

Rostrote Beläge an Bäumen

Häufig sind rostfarbene Überzüge an

Stämmen der Straßen- und Gartenbäume

erkennbar. Verursacher sind Grünalgen,

deren eingelagerter brauner Farbstoff

die Oberfläche rostbraun erscheinen

lässt.

Erwähnenswert sind Arten der Gruppe

Trentepohlia, die aus wärmeren, milden

Regionen bekannt sind. Die Verbreitung

erfolgt ähnlich wie Pilzen über Sporen.

Sie sitzen als Belag nur auf der

Oberfläche der Rinde und bilden keine

Verbindung zum lebenden Gewebe. Eine

Schädigung der betroffenen Gehölze

liegt nicht vor.

(Pflanzenschutzamt Berlin)