rbbtext Logo
  • Seite
  • 138

rbb24 Hintergrund

Endlager-Suche

Atommüll: Bericht zur Endlager-Suche

90 Gebiete in Deutschland haben günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

Das trifft auch auf weite Teile Brandenburgs zu. Lediglich der Nordosten kommt für ein Endlager nicht in Frage. Vor allem der Westen und Nordwesten Brandenburgs werden in dem Bericht erwähnt. Wulkow, Netzeband (Ostprignitz-Ruppin), Helle bei Pritzwalk (Prignitz), Friesack (Havelland) und Lehnin (Potsdam-Mittelmark) werden als sogenannte Teilgebiete aufgeführt.

Auch Teile von Elbe-Elster, Teltow-Fläming und der Lausitz könnten als mögliche Standorte in Frage kommen.

Zudem sind auch Randgebiete von Berlin - wie etwa Reinickendorf, Spandau und Zehlendorf - als günstige Teilgebiete ausgewiesen.

Der umstrittene Standort Gorleben kommt für die Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll nicht infrage, wie es hieß. Der Salzstock in Niedersachsen war in der Vergangenheit als einziger auf seine Eignung als Endlager geprüft worden.

Nun kommen stattdessen 90 Teilgebiete mit einer Fläche von mehr als 240.000 Quadratkilometern in die engere Auswahl - also etwa 54 Prozent der bundesdeutschen Fläche. Die ausgewählten Regionen seien aber "noch lange kein Endlagerstandort", so der Bericht.

Nach dem Atom-Ausstieg muss für rund 1.900 Castor-Behälter mit etwa 27.000 Kubikmeter Atommüll ein sicherer Ort gefunden werden. Bis 2031 soll die Entscheidung für einen Standort gefallen sein.

Ende 2022 geht in Deutschland das letzte Atomkraftwerk vom Netz.