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Coronavirus

Coronavirus: Maßnahmen im Überblick

Um die hohen Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen, sind die Einschränkungen bis 31. Januar verlängert und um weitere Verschärfungen ergänzt worden. Über das weitere Vorgehen wollen Bund und Länder am 25. Januar beraten.

EINKAUFEN: Der Einzelhandel muss grundsätzlich schließen. Ausnahmen gelten für Geschäfte des täglichen Bedarfs, dazu zählen u.a.: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Zeitungsverkauf, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-/Fahrrad-Werkstätten, Banken, Postfilialen, Reinigungen, Waschsalons, Tierbedarf, Buchhandlungen

KONTAKTE: Einzelpersonen oder Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen - maximal fünf Persomen. Es gibt Ausnahmen. So werden z.B. in Brandenburg Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt, in Berlin sind eigene Kinder unter 12 Jahren ausgenommen.

AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN I: In Brandenburg darf man nur zum Arbeiten, Einkaufen oder aus anderen triftigen Gründen nach draußen. Die nächtliche Ausgangssperre wurde dagegen aufgehoben. In Berlin sind die Menschen "angehalten", die eigene Wohnung nur aus triftigem Grund zu verlassen.

AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN II: In Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche wird der Bewegungsradius begrenzt. In Brandenburg darf man sich dann nur noch in einem Radius von bis zu 15 Kilometern um den eigenen Landkreis oder die kreisfreie Stadt aufhalten. Ausnahmen: Fahrten zum Einkaufen und Arztbesuche.

Der Berliner Senat hat beschlossen, dass ab einer Inzidienz von 200 ein 15-km-Radius um die Stadtgrenzen gezogen wird. Diesen Bereich dürfen Berliner nur aus triftigem Grund (Arbeit, Arztbesuch) verlassen. Datschenbesitzer dürfen zu ihrem Eigentum.

KINDER: Schulen und Kitas bleiben geschlossen und bieten nur eine Notbetreuung an. An den Schulen gibt es keine Präsenzpflicht. Darüber hinaus soll gesetzlich geregelt werden, dass in diesem Jahr das Kinderkrankengeld für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt wird. Dies soll auch für die Tage genutzt werden dürfen, an denen Väter oder Mütter wegen des Lockdowns ihr Kind zu Hause betreuen müssen.

ALKOHOL: Das Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum wird untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

GASTRONOMIE: Restaurants und Kneipen bleiben geschlossen. Restaurants dürfen Speisen nur noch zum Mitnehmen verkaufen. Auch Betriebskantinen dürfen Speisen nur noch zum Mitnehmen anbieten.

KULTUR & BILDUNG: Theater und Kinos in Berlin und Brandenburg sind zu. Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen in Berlin bleiben für den Präsenzbetrieb geschlossen. In Brandenburg sind Präsenzangebote in Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, insbesondere in Musik-, Kunst- und Volkshochschulen mit bis zu fünf Teilnehmern zulässig.

SPORT & FREIZEIT: Sportstätten und Fitnessstudios bleiben geschlossen. Der Amateursportbetrieb ist eingestellt, Vereine dürfen nicht trainieren. Ausnahmen gelten für Kinder bis 12 Jahren. Die Außengehege des Berliner Zoos und des Tierparks Berlin sind weiterhin geöffnet. Das Aquarium sowie die Tierhäuser des Zoos und des Tierparks bleiben allerdings geschlossen.

KIRCHEN: Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz.

MASKENPFLICHT: In Berlin und Brandenburg ist die Bedeckung von Mund und Nase in Geschäften, im Nahverkehr sowie an Flughäfen verpflichtend. Zudem gilt die Maskenpflicht überall dort, wo der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht einzuhalten ist - zum Beispiel auf Parkplätzen, belebten Straßen und in Warteschlangen.

Darüber hinaus gilt die Maskenpflicht auch in Gewerbebetrieben, Banken, Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

REISEN: Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise auf das Virus testen lassen. Die Quarantäne kann auch künftig durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt. Hotels und Pensionen dürfen weiter keine Touristen aufnehmen.

FRISEURE: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios bleiben geschlossen.

PFLEGE: Für das Personal in Alten- und Pflegeheimen werden mehrmals pro Woche verpflichtende Corona-Tests eingeführt. Besucher müssen in Regionen mit erhöhter Inzidenz einen aktuellen negativen Test vorweisen.

IMPFUNGEN: Bis spätestens Mitte Februar sollen sich alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen impfen lassen können. Bis zum 1. Februar sollen etwa vier Millionen Impfdosen ausgeliefert werden.